Verglichen mit anderen Ländern, gibt es nicht viele wilde Säugetiere in Island. Islands geographische Isolation als Insel sowie die Lage im hohen Norden sind der Hauptgrund dafür. Am häufigsten sieht man hier viele Schafe, Pferde, und Wale. In diesem Artikel erzählen wir dir, nach welchen Tieren du in Island Ausschau halten solltest, und wo.

Tiere in Island

Rentiere

Reindeer

Im 18. Jahrhundert wurden Rentiere für die Landwirtschaft von Norwegen nach Island gebracht, aber die Isländer domestizierten die Rentiere nie.

Rentiere passen jedoch gut in die isländische Landschaft, und noch heute gibt es ungefähr 3000 von ihnen, hauptsächlich im Osten Islands. Den Sommer verbringen sie hoch in den Bergen, im Winter kommen sie jedoch herunter an die Küste um dort zu grasen und sind leicht zu entdecken.

Der Berg Snæfell, Vesturöræfi und Brúaröræf sind die besten Orte, um im Sommer Rentiere zu beobachten, im Winter sind es die Küstengebiete im Osten Islands.

Der Polarfuchs

Arctix Fox

Der Polarfuchs ist das einzige Säugetier in Island, welches die Insel ohne menschliche Hilfe erreicht hat. In der Eiszeit, lange vor der menschlichen Besiedlung Islands, kam der Polarfuchs über das Eis nach Island.

Eine Studie der Durham Universität zeigt, dass Polarfüchse auch eine „Eisbrücke“ während einer Periode vor 800 Jahren, bekannt als „Kleine Eiszeit“, überquerten, um Island zu erreichen. Während der kleinen Eiszeit waren grosse Teile des arktischen Ozeans gefroren. Der Polarfuchs konnte Island von anderen arktischen Regionen also leicht erreichen, auch wenn die Überquerung lang und hart war.

Man findet den Polarfuchs überall in Island, im Hochland sowie den Küstengebieten. Polarfüchse sind eher schüchtern und hauptsächlich nachts aktiv, man muss also ein wenig Glück haben, um einen zu entdecken. In isolierten, unbewohnten Gebieten wie Hornstrandir sind Polarfüchse häufig weniger schüchtern dem Menschen gegenüber und daher leichter zu entdecken.

Wale und Delfine

Humpback Whale

Die weitverbreitetsten Meeressäugetiere in Island sind Buckelwale, Finnwale, Zwergwale, Orcas, Delfine, Schweinswale und Seehunde. Insgesamt gibt es 23 verschiedene Wal- und Delfinarten, und 6 Seehundarten in Islands Gewässern.

Walbeobachtungstouren werden in Reykjavík angeboten, sowie in Reykjanes, Snæfellsnes und in Nordisland. Die Erfolgsrate dieser Touren ist hoch und sie machen viel Spass.

Papageientaucher und andere Vögel

Es gibt 85 Vogelarten, die in Island brüten, und 388 verschiedene Arten wurden über die Jahre in Island beobachtet.

Die meisten Touristen wollen vor allem den Papageientaucher sehen, welcher für sein schwarz-weisses Federkleid und bunten Schnabel berühmt ist. Und obwohl wir Isländer unsere Papageientaucher lieben, gibt es unzählige andere beeindruckende Vogelarten in Island.

Was hältst du vom Tordalk, der Küstenseeschwalbe, Schnepfen, dem Eissturmvogel, Schneehühnern, dem Gerfalken oder gar dem Seeadler? Die Liste ist noch lange nicht zuende – du kannst in Island auch Bergenten, Büschelenten, Schnatterenten, Eiderenten, Singschwäne und Goldregenpfeifer beobachten. Der Goldregenpfeifer ist besonders beliebt, da seine Ankunft in Island jedes Frühjahr den Beginn des Frühlings bedeutet.

Puffin

Eisbären

Eisbären sind nicht in Island heimisch, jedoch passiert es ab und zu, dass einer auf einer Eisscholle von Grönland herüber treibt. Das letzte mal geschah dies im Juli 2016.

Wenn ein Eisbär in Island gesichtet wird, wird normalerweise die Polizei gerufen und diese tötet den Bär, da Eisbären eine Gefahr für Menschen und Vieh darstellen. Leider sind Rettungsaktionen, den Bär nach Grönland zurückzubringen, sehr teuer und kompliziert.

Polar Bear

Wo du Tiere in Island sehen kannst

Isländische Ziegen, Wale, Schafe, Katzen, Pferde, Polarfüchse und Rentiere sind die Tiere, die du in Island sehen kannst. Würdest du diese gerne sehen, wenn du in Island bist?

Sheep

Besuche das „Katzencafé“

Wenn du ein Katzenliebhaber bist, wirst du dich in Reykjavík zuhause fühlen. Es wird geschätzt, dass es ca. 20,000 Katzen in der Hauptstadt gibt. Diese kannst du nicht nur in den Strassen entdecken, sondern in Reykjavíks ersten und einzigen Katzencafé, namens Kattakaffihúsið in der Innenstadt. Die Katzen, die im Café leben, kommen vom Tierheim Villikettir und können adoptiert werden. Viele Katzen haben dort bereits ein neues Zuhause gefunden. Das gemütliche Café bietet Sandwiches, Kuchen und Kaffee an. Es ist der perfekte Ort, um sich an einem kalten Tag mit einem heissen Kaffee und Kuscheleinheiten mit den Katzen aufzuwärmen.

Cat Café Reykjavík

Besuche den Zoo

Der Tierpark in Reykjavík ist wahrscheinlich ganz anders, als jeder Zoo den du bisher gesehen hast. Du wirst hier keine Löwen, Alligatoren, Giraffen oder Nilpferde sehen. Sein Fokus liegt auf isländischen Bauernhoftieren und anderen heimischen Arten. Seehunde, Rentiere, Schafe und Ziegen begeistern hier jedermann, das ganze Jahr über. Ausserdem gibt es Spielplätze für Kinder, die das ganze Jahr geöffnet sind.

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Photo: https://www.mu.is

Buche eine Walbeobachtungstour

Whale Watching Reykjavík

Die Bucht nördlich der Snæfellsnes Halbinsel nennt sich Breiðafjörður und ist der beste Ort, um im Winter Orcas zu sehen. Die Touren starten im kleinen Fischerort Grundarfjörður. Im Winter ist die Bucht mit Hering gefüllt, der sich von Phytoplankton ernährt. Du bist allerdings bestimmt nicht nach Island gekommen, um Hering zu sehen. Der viele Hering zieht jedoch Delfine, Schwinswale und vor allem Orcas an. Orcas können rund um Island beobachtet werden (Free Willy’s Orca Keiko stammt aus isländischen Gewässern), aber die Chancen sind am besten im Breiðafjörður. Kannst du dir etwas spektakuläreres vorstellen, als eine Gruppe Orcas vorbeischwimmen zu sehen?

Hier erfährst du mehr über Walbeobachtung in Island 

Buche eine Rentier Safari

Im 18. Jahrhundert wurden Rentiere von Norwegen nach Island gebracht, die Tiere wurden jedoch nie domestiziert. Rentiere passen dennoch gut in die isländische Landschaft und es gibt noch ca. 3,000 von ihnen in Ostisland. Der Osten ist zwar relativ weit von der Hauptstadt entfernt, jedoch lohnt es sich, dort hin zu reisen und eine Rentier Safari zu buchen. Die Rentiere grasen im Winter in den Küstengebieten in Ostisland.

Reindeer

Gehe reiten

Icelandic horses

Islandpferde sind ca. 140cm gross. International gelten die meisten Pferderassen unter 147cm als „Ponies“, wobei es andere Charakteristika gibt, die ein Pony von einem Pferd unterscheiden. Das Islandpferd befindet sich an der Grenze. Das Islandpferd ist für seine vielen Gangarten berühmt, darunter besonders den Tölt. Es gibt viele Farmen in Island, die Reittouren anbieten. Die Tour namens „Midwinter Warmth“ beinhaltet eine 1-stündige Reittour sowie einen Besuch eines Geothermalpools

Besuche die Vögel am Teich in der Innenstadt Reykjavíks

Tjörnin

So ziemlich jeder Isländer hat Kindheitserinnerungen vom Füttern der Enten und Schwäne am Teich in Reykjavíks Innenstadt. Heutzutage ist das Füttern mit Brot nicht gern gesehen (Brot ist wie Fastfood für Vögel), aber es schadet nicht, ihnen einen Besuch abzustatten. Du findest dort hauptsächlich Enten, Gänse und Möwen. Ausserdem kannst du einen Blick in das Rathaus werfen, wo es eine grosse totographische Islandkarte zu betrachten gibt.

Svenja Kristina Fritz
Svenja Kristina Fritz
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