Durchschnittlich bricht in Island alle vier bis fünf Jahre ein Vulkan aus. Das ist nicht überraschend, bedenkt man, dass Island zwischen 150 und 200 Vulkane hat, die in verschiedene vulkanische Systeme unterteilt sind. Ungefähr 30 verschiedene Systeme werden noch heute als aktiv betrachtet, und 13 von ihnen sind seit Islands Besiedlung in 874 ausgebrochen.

Volcanic Eruptions Iceland

Der grösste Vulkanausbruch

Der Ausbruch des Laki 1783-1784, eines der grössten Vulkane Islands, war die grösste vulkanische Eruption der Geschichte. Als er ausbrach, verdunkelte seine Asche den Himmel über ganz Europa über mehrere Jahre hinweg. Die viele Asche führte zu weitverbreiteten Missernten, und die daraus resultierende Hungersnot war höchstwahrscheinlich einer der Auslöser der französischen Revolution 1789 (darüber lässt sich streiten, denn die französische Revolution ist komplex – die Isländer sind jedoch stolz darüber, dass „ihr“ Vulkan die französische Revolution ausgelöst haben könnte). Als den Menschen das Brot ausging, und ihre Herrscher ihnen sagten, sie sollen doch stattdessen Kuchen essen, begannen sie, zu rebellieren und die französische Revolution nahm ihren Lauf.

Laki volcano

Die zweitgrösste Eruption der Geschichte weltweit war die des Bárðarbunga in 2014. In nur sechs Monaten produzierte Bárðabunga so viel Lava wie die Fläche von Manhatten, 85 Quadratkilometer. Und Laki? Laki produzierte ganze 370 Quadratkilometer an Lava – die Fläche des Gaza Streifens – in nur 50 Tagen.

Der berühmteste Vulkanausbruch

Eyjafjallajökull

Das ist einfach. Es wäre eine Untertreibung zu sagen, dass der Ausbruch des Eyjafjallajökull nicht unbemerkt blieb. Die Eruption stoppte den Flugverkehr in der halben Welt und es war eine Herausforderung für Nachrichtenreporter, den Namen Eyjafjallajökull im live Fernsehen auszusprechen. Der Ausbruch begann am 20. März, und zwischen dem 14. bis 20. April bedeckte eine gigantische Aschewolke den Himmel in ganz Europa. Zwanzig Länder schlossen ihren Luftraum für jeglichen Flugverkehr und das beeinflusste über zehn Millionen Reisende. Aber der Ausbruch legte nicht nur den Flugverkehr lahm, er veränderte auch die lokale Landschaft drastisch. Vor dem Ausbruch gab es am Gígjökull Gletscher nahe des Eyjafjallajökull eine Gletscherlagune, aber als die Eruption startete, begann das Eis des Gletschers zu schmelzen und die Lagune wurde grösser und grösser, bis sie in einer riesigen Flut davon gespült wurde. Das Gebiet wo die Lagune einst war ist jetzt ein 30 Meter tiefer Graben voller vulkanischem Material.

Der zerstörerischste Vulkanausbruch

Heimaey Volcano House

In Island gibt es einen Ort, den wir das Pompeii des Nordens nennen. Damit meinen wir Heimaey, einer der 15 Inseln der Gruppe der Westmänner Inseln im Süden des Landes. Heimaey ist die grösste Insel der Inselgruppe und die einzige bewohnte. Am 23. Januar 1973, brach der Vulkan Eldfell, der unter der Insel gelegen ist, unerwartet aus. Sofort wurden die gesamten Einwohner der Insel evakuiert, und das erste Boot verliess die Insel nur 30 Minuten nach Beginn des Ausbruchs. Innerhalb von nur sechs Stunden, wurden 5,300 Menschen erfolgreich zum Festland gebracht. Die Eruption begrub ungefähr 400 Häuser unter Lava und Asche und zerstörte beinahe den Hafen der Insel. Eine Fischfabrik wurde komplett zerstört, und zwei weitere beschädigt. Auch der Stromgenerator der Stadt wurde zerstört. Trotz der zerstörerischen Kraft dieses Ausbruchs und dem gigantischen Schaden, den er anrichtete, kam nur ein Mensch durch die Eruption ums Leben.

Der spannendste Vulkanausbruch

Surtsey

Der aufregendste Vulkanausbruch geschah auch auf den Westmänner Inseln. Es war ein Ausbruch, der vier Jahre dauerte, von 1963 bis 1967 und durch ihn entstand eine neue Insel, Surtsey. Der Vulkanausbruch begann 130 Meter unter dem Meeresspiegel und erreichte am 14. November 1963 die Oberfläche. Im Jahr 1967 erreichte die Insel eine Fläche von 2,7 Quadratkilometern. Die Insel hat Wissenschaftlern die unvergleichbare Möglichkeit gegeben, die Entwicklung von Leben auf ödem Land mitzuverfolgen, vom Moment seiner Entstehung an. Daher ist Surtsey seitdem ein beliebtest Ziel für Vulkanologen, Botaniker, und Biologen. Surtsey wurde 1965 zum Naturschutzgebiet erklärt, und 2008 zum UNESCO Weltkulturerbe. Heute dürfen nur ausgewählte Wissenschaftler auf die Insel.

Der Vulkan mit den meisten Ausbrüchen

Katla

Katla ist einer der aktivsten Vulkane Islands. Katla bricht durchschnittlich alle 50 bis 100 Jahre aus, und seit dem 9. Jahrhundert, als Island besiedelt wurde, ist Katla zwanzig mal ausgebrochen. Seit 1918 gab es keine grössere Eruption mehr, weshalb so mancher davon ausgeht, dass eine grosse Eruption des Katla bevorsteht. Vulkane funktionieren allerdings nicht wie eine Uhr und es spielen viele Faktoren eine Rolle. Katla ist, wie Eyjafjallajökull, komplett von einem Gletscher bedeckt. Das bedeutet, dass die Lava und das Eis ein spektakuläres Schauspiel abgeben werden, wenn es eine grosse Eruption gibt. Wenn der Ausbruch allerdings eher klein ist, durchbricht die Lava möglicherweise nicht einmal die Oberfläche des Gletschers. Wissenschaftler sind sich beispielsweise sicher, dass 1955, 1999 und 2011 kleinere vulkanische Aktivitäten stattgefunden haben, aber niemand kann das genau sagen, da alles unter dem Eis verborgen ist.

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Inside the Volcano
Svenja
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