Island hat keine Armee. Das soll auch so bleiben, aber das bedeutet nicht, dass wir keine lange Geschichte von Männern haben, die ihr Leben in harten Arbeitsbedingungen riskieren. Es geht um isländische Fischer. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Geschichtem Kultur und Ökonomie Islands, eine so grosse Rolle sogar, dass ihnen ein eigener Feiertag gewidmet wird. Der erste Sonntag im Juni jedes Jahr wird als Tag der Fischerei in Island gefeiert, oder auch „Sjómannadagurinn“.

Fishermen's Day in Iceland (Sjómannadagurinn)
Illustration by Oscar Wergeland (1909)

Geschichte

Es wichtig, sich bewusst darüber zu sein, dass Island, obwohl nur wenige Menschen hier leben, eine ziemlich grosse Insel ist. Der Grossteil des Landes jedoch besteht aus unbewohnbaren Bergregionen, Gletschern und schwarzen Wüsten, und manche Regionen bleiben das ganze Jahr über schneebedeckt. Deshalb leben alle Einwohner Islands rund um die Küste des Landes, zwischen den Bergen und dem Ozean, und die meisten Städte waren, oder sind noch immer, Fischerorte.

Über viele Jahrhunderte hinweg bedeutete die Arbeit in der Fischerei noch vor dem Morgengrauen aufzustehen, sich die dicksten Klamotten anzuziehen, die man besass, und mit einigen Kollegen in einem offenen Ruderboot auf den atlantischen Ozean hinauszufahren, bei jedem Wetter. Viele Menschen kehrten nie zurück, und eine erstaunliche grosse Anzahl der Fischer konnte nicht ein mal schwimmen, da man im eiskalten Meer sowieso keine Überlebenschancen hätte. Wusstest du, dass im zweiten Weltkrieg so viele isländische Fischerboote angegriffen wurden, dass Island eine höhere Todesrate pro Kopf hat, als andere europäische Nationen?

Fishermen's Day

Moderne Zeiten

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts, hat sich die Technologie in der isländischen Fischindustrie stark entwickelt und es grenzte nicht länger an Suizid, als Fischer zu arbeiten. Das bedeutet aber nicht, dass die Arbeit als Fischer einfach ist – die Schichten sind lang, die Arbeit ist hart und die grösseren Schiffe verbringen oft mehrere Wochen oder sogar Monate auf dem offenen Meer. Selbst die kleineren Boote, die nur für einen oder zwei Tage am Stück aufs Meer hinausfahren, haben einen viel längeren Arbeitstag als ein Bürojob. An einem guten Tag mag es genügen, 8 Stunden auf dem Meer zu verbringen, um genug Fisch zu fangen, aber bei schlechten Wetterbedingungen oder erfolglosem Fang können es auch mal 14 Stunden werden.

Ein Fest

Wie du siehst, ist das Leben als isländischer Fischer kein Ponyhof und sie verdienen ihren eigenen Feiertag. Der erste Tag der Fischerei wurde im Jahr 1938 gefeiert und ist seitdem ein beliebtes Event rund um Island. Alle Schiffe bleiben an diesem Tag im Hafen, damit die Fischer den Tag mit ihren Familien verbringen können. Es gibt allerlei Programm mit Reden und Aktivitäten für die ganze Familie, und der Tag endet meist mit einem Ball am Abend.

Fishermen's Day in Iceland (Sjómannadagurinn)

Reykjavík ist zwar nicht so sehr von der Fischerei abhängig, wie andere, kleinere Städte rund um Island, dennoch ist der Hafen in Reykjavík der grösste Fischerei Hafen des Landes. Die Stadt Reykjavík feiert den Tag der Fischerei zusammen mit dem Festival des Meeres in einem zweitägigen Festival, welches dem Meer und dessen Bedeutung für die isländische Kultur gewidmet ist. Die Festlichkeiten finden im Gebiet des alten Hafens statt, eine aufregende Gegend in Reykjavík, wo es eine Vielzahl an neuen Restaurants, Läden, Kunstworkshops und vielem mehr zu entdecken gibt. Das Festival bietet Unterhaltung für die ganze Familie.

Svenja Kristina Fritz
Svenja Kristina Fritz
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